Die Ausbildungsschule

Die Musicalausbildung an der Freiburger Musical- und Schauspielschule (FMUS) führt ,entsprechend einem Bachelor-Studium, in drei Jahren zum staatlich anerkannten Musicaldarsteller.

Nach erfolgreichem Abschluss besteht die Möglichkeit zum Erwerb eines Masters of Arts (M.A.) an der Hochschule für Musik und Theater in München www.theaterakademie.de

Seit 1996 ist die FMUS als Berufsfachschule staatlich anerkannt und BaföG-berechtigt.

Durch einen hohen Anteil an Einzelunterricht sowie durch Gruppenunterricht mit maximal 5 Schülern pro Semester wird eine effiziente, individuelle Betreuung des einzelnen Schülers gewährleistet. Gemäß seiner künstlerischen Entwicklung kann der Schüler so in den einzelnen Fachbereichen entsprechend gefördert werden.

Das Dozenten-Team besteht aus qualifizierten Experten mit langjähriger Berufstätigkeit in deren jeweiligen Fachgebieten. Jeder einzelne Dozent verfügt über mehrjährige berufliche Erfahrung sowohl im künstlerischen als auch im pädagogischen Bereich.

Die FMUS legt hohen Wert auf eine arbeitsmarktorientierte Ausbildung, deren Inhalte stetig den sich verändernden Anforderungen für Musicaldarsteller und Schauspieler angepasst werden. Die oberste Priorität der FMUS liegt bei der Vermittlung fundierter, künstlerischer Fertigkeiten in den Bereichen Schauspiel, Gesang und Tanz, die es den Absolventen ermöglichen, langfristig in ihrem Beruf tätig zu werden.

Musicalausbildung

In der Musik ergibt ein Akkord mehr als die Summe seiner einzelnen Töne. Ebenso ist der Synergie-Effekt im Musical weit mehr als die Summe von Gesang, Tanz und Schauspiel. Die Faszination, die von dieser relativ jungen Sparte ausgeht, lebt vom Wechselspiel von Gesang, Tanz und Schauspiel und dem, der diesem Wechselspiel eine Seele verleiht: dem Musicaldarsteller.

Die angehenden Musicaldarsteller lernen mit ihrem "emotionalen Fundus" bewusst und zielgerichtet umzugehen. Sie lernen wie man auch vielschichtige Charaktere glaubhaft interpretiert, die erarbeitete Rolle innerhalb eines Ensemblegefüges behauptet und seine Figur trotz routinegefährdetem "en-suite-Betrieb" lebendig hält. Die Ausbildung zum Musicaldarsteller ist ein dynamischer Prozess, der eine disziplinierte Mitarbeit des Schülers erfordert. Neben der berufsspezifischen Eignung ist unbedingt die Bereitschaft des Schülers notwendig, an sich zu arbeiten und seine Fähigkeiten weiterzuentwickeln.

Der Klassenverband umfasst maximal 5 Schüler pro Semester. Dies erlaubt eine individuelle Betreuung des Schülers.

Regelmäßige Seminare und Workshops mit Gastdozenten ergänzen das Ausbildungsangebot. Sie bringen frische, bereichernde Impulse "von außen" und gewährleisten eine Berufsausbildung, die "up to date" bleibt. Um den nahtlosen Übergang ins Berufsleben zu erleichtern, bietet die FMUS Bewerbungs- und Auditiontraining an. Darüberhinaus stehen unsere Dozenten den Absolventen bezüglich Repertoireauswahl sowie bei der Zusammenstellung der Bewerbungsunterlagen beratend zur Seite.

Die gleichgewichtete Ausbildung in den Teilbereichen Gesang, Tanz und Schauspiel eröffnet den Absolventen ein vielseitiges, spartenübergreifendes Betätigungsfeld.

Die dreijährige Berufsausbildung findet ihren Abschluss in einer Abschlussprüfung zum staatlich anerkannten Musicaldarsteller sowie der Aufnahmeprüfung bei der ZAV.

Um die Berufs- und Vermittlungschancen der Absolventen zu verbessern, pflegt die FMUS Kontakte zur ZAV sowie zu renommierten Bühnen.

News

EUROPÄISCHES JUGEND MUSICAL FESTIVAL
vom 12. bis 16. Oktober in Cham/Zug in der Schweiz.

Wir sind beim diesjährigen ejmf dabei
und werden das Programm mit einigen unserer Ensemble- und Solonummern mitgestalten.
Infos: www.ejmf.ch

Workshops

Workshop AUDITION TRAINING

mit Ralf Schädler, Casting Director der Stage Entertainment
25. Juli 2016
Infos unter "Kurse"

Kurse

ActingClub
Der ActingClub trifft sich immer freitags von 16:00 bis 18:00 Uhr.
Infos unter "Kurse"

MusicalClub
Der MusicalClub trifft sich immer freitags von 18:00 bis 20:00 Uhr.
Infos unter "Kurse"

Vorbereitungssemester

Beginn am 6. März 2017
Bewerbungsschluss:
Freitag, 2. Dezember 2016

Aufnahmeprüfungen

für das Sommersemester 2017
(Beginn am 6. März 2017)
Bewerbungsschluss: 2. Dezember 2016

Samstag, 17. Dezember 2016, 13:00 Uhr

Ausbildungsinhalte in Spiel und Darstellung

  • Fundierte Grundlagenarbeit, die frei ist von modischen Erscheinungen oder dem "Diktat" einer bestimmten Schule/eines bestimmten Prinzips.
  • Einführung in die Lehren von Konstantin Stanislawski, Michael Tschechow, Lee Strasberg, Peter Brook.
  • Entspannungs-und Konzentrationsübungen, Übungen zur Förderung und Ausbildung der emotionalen Flexibilität, der Wahrnehmung, der geteilten Aufmerksamkeit, der Fantasie und Vorstellungskraft.
  • Gedächtnisübungen (wie z.B. Mnemotechnik) und "sense memory", das Emotionale Gedächtnis
  • Entwicklung der Spielfähigkeit
  • Improvisation und Theatersport
  • Interaktion mit Partner und das Spiel im Ensemble
  • Strukturierung einer Situation (Beginn-Konflikt-Auflösung)
  • Ausbildung des szenischen Verständnisses (Motivation, Rhythmus)
  • Aufbau einer Figur und deren Behauptung innerhalb eines komplexen Stückes
  • Spiel- und Darstellungsmethoden und -techniken unterschiedlicher Theatergattungen
  • Funktionen und Beziehungen der unterschiedlichen Ausdrucksmittel von Musik, Gesang, Bewegung, Tanz, Sprache, Mimik und Gestik zueinander und im theatralen Ereignis als Ganzes.
  • Spiel mit und vor Publikum. Entwicklung der Fähigkeit eine Verbindung zwischen Akteur und Zuschauer aufzubauen und diesem wahrhafte und authentische Emotionen zu vermitteln.

Ausbildungsinhalte im stimmlich-/musikalischen Bereich

  • Einzelunterricht sowohl klassisch als auch musicalspezifisch (voice qualities)
  • Atemtechnik und Stimmbildung
  • Sprecherziehung
  • Phonetik, Diktion und Artikulation
  • Verfügbarkeit und Anwendung der stimmlichen Mittel für die speziellen sängerischen und sprecherischen Anforderungen
  • Registerausgleich (Ausgleich zwischen Kopf- und Bruststimme)
  • Übergangslose Verbindung zwischen Sprechen und Singen
  • Ensemble und Chorisches Singen
  • Ausbildung der musikalischen Ausdrucksfähigkeit
  • Entwicklung eigener musikalischer Kreativität
  • Songinterpretation
  • Musikalisch-szenische Arbeit
  • Grundlagen der Musiktheorie und Harmonielehre

Ausbildungsinhalte in Tanz und Bewegung

  • Haltungsaufbau, Entwicklung von Elastizität, Sprungkraft und harmonischer Balance
  • Entwicklung und Ausbildung von tanzspezifischen Techniken, Musikalität und individuellen Ausdrucksformen.
  • Schrittkombinationen, komplexe Tanz- und Bewegungsabfolgen, Choreographien
  • Bewegungskonventionen und Tänze verschiedener Epochen und Kulturen
  • Bühnenakrobatik und Bühnenkampf
  • Individuelle Körperarbeit sowie Partnerarbeit
  • Pantomime

Ausbildungsinhalte im theoretischen Unterricht

  • Musik-, Theater-, und Musicalgeschichte
  • Formen und Elemente des Musicals
  • Kompositorische, stilistische und interpretatorische Ansätze und ihre Rezeption
  • Einführung in dramaturgische Zusammenhänge

Auditiontraining

Während der gesamten Ausbildung wird darauf Wert gelegt, die Wahrnehmung und Auffassungsgabe sowie die Fantasie und Vorstellungskraft des Schülers zu fördern. Neben der Fähigkeit sich in - auch wesensfremde - Charaktere einfühlen zu können und der professionellen Beherrschung der Bereiche Gesang, Tanz und Schauspiel bildet dies die unverzichtbare Voraussetzung, um der stressgeladenen Atmosphäre bei Auditions gewachsen zu sein. In eben dieser Stresssituation vermag der Absolvent durch seine geschulte Entspannungs- und Konzentrazionsfähigkeit auch anspruchsvolle Regieanweisungen umzusetzen. Tanzkombinationen unvermittelt aufnehmen, eine Einzelstimme in einem mehrstimmigen Satz behaupten sowie vom Blatt singen bzw. rezitieren (sog. "Cold Reading") sind Fähigkeiten, die durch wiederholtes, zielgerichtetes Üben dieser Stresssituation trainiert werden können. Durch die Regelmäßigkeit dieser Übungsform gewinnt der Absolvent ein gesundes Maß an Selbstsicherheit, welches ihm ermöglicht bei Auditions entsprechend selbstbewusst aufzutreten. Dieses praxisorientierte Training einer Prüfungssituation hat sich als große Hilfe beim Einstieg ins Berufsleben des Musicaldarstellers erwiesen.

Öffentliche Auftritte

Das Spiel vor öffentlichem Publikum komplettiert die Ausbildung und ist für die Entwicklung zum hauptberuflichen Schauspieler unverzichtbar. Ab dem 3. Ausbildungsjahr, in Ausnahmefällen auch früher, werden die Schüler in Musicalproduktionen und Theaterinszenierungen integriert. Durch die öffentlichen Auftritte werden die angehenden Darsteller (behutsam) mit dem Medium Bühne vertraut gemacht. Schon während des Probenprozesses sammeln die angehenden Musicaldarsteller und Schauspieler wertvolle, praktische Erfahrungen. Sie lernen unter authentischen Bedingungen ihre Rolle in Zusammenarbeit mit dem Regisseur zu entwickeln und ihre Figur innerhalb des Ensemblegefüges zu behaupten. Teamfähigkeit, Disziplin und Durchhaltevermögen sind gefordert. Persönliche Grenzen werden erkannt und erweitert. Das Bewusstsein, unverzichtbarer Bestandteil eines abendfüllenden Bühnenstückes zu sein, wird ebenso entwickelt wie das Gefühl für Spannung, Rhythmus und Timing. Sie lernen schrittweise das Spiel vor und mit öffentlichem Publikum kennen. Um die Interaktion mit dem Publikum zu trainieren und den Umgang mit dessen Reaktionen zu schulen hat sich insbesondere die Theaterform des Theatersports (Improtheater) bewährt. Im Austausch mit dem Regisseur und den Dozenten lernen die Schüler Feedbacks und Theaterkritiken ihrer Aufführungen zu bewerten und damit umzugehen.

Ausbildungsvoraussetzungen

"Phantasie ist wichtiger als Wissen-denn Wissen ist begrenzt." Diese Weisheit vertrat dereinst nicht ein Künstler im engeren Sinn, sondern jemand, der es wissen musste: Ein Wissenschaftler namens Albert Einstein. Die Umsetzung dieser Weisheit steht im Mittelpunkt unserer Ausbildung.

Eine besondere künstlerische Begabung sowie die dazugehörenden berufsspezifischen Anlagen sollen vorhanden sein. Mit Hilfe der Aufnahmeprüfung soll das künstlerische Potenzial sichtbar werden, das die Berufsausbildung zum Schauspieler rechtfertigt. Hierzu gehört neben der berufsspezifischen Eignung ebenso eine disziplinierte Arbeitseinstellung. Die Bereitschaft an sich und seinen Fähigkeiten kontinuierlich zu arbeiten ist eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Abgeschlossene Schul- oder Berufsausbildung
Ein Attest eines HNO-Arztes und eines orthopädischen Facharztes über einen für die Ausbildung unbedenklichen Gesundheitszustand, insbesondere des Stimm- und Bewegungsapparates.

Gebühren

3 jähriger Ausbildungsgang zum Musicaldarsteller, BaföG-berechtigt und staatlich anerkannt. monatlich 480,- Euro (12 mal im Jahr)

Entwicklung der Freiburger Musical- und Schauspielschule

  • 1979 gründet Nick Haberstich seine Bühnentanzschule "dance art nick haberstich"
  • 1991 erweitert er die Bühnentanzschule um eine klassische Schauspielschule
  • 1996 wird die Schule als Berufsfachschule staatlich anerkannt und BaföG-berechtigt
  • 2000 Um den sich wandelnden Anforderungen an Bühnendarsteller gerecht zu werden, wird die klassische Schauspielschule um den Bereich Musical erweitert. Die Schule heißt fortan: Freiburger Musical-und Schauspielschule.
  • 2012 Ab dem Schuljahr 2012/2013 übergibt der bisherige Schulleiter, Nick Haberstich, die Schulleitung an Massimo Gerace.